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Am letzten Septemberwochenende des Jahres trafen sich zum
wiederholten Male zahlreiche tapfere Sportler, um dem trüben
Kieler Herbstwetter zu trotzen und dem Schlagballsport dahingehend
nachzugehen, um festzustellen, wer es denn wohl am Besten
könne. Zu diesem Zwecken waren fünf Teams angetreten:
Brasilia Bremen, Cloppenburg, Hamburg, die Gastgeber der Kieler
Keulen sowie die Vertreter der Spiekerooger Schlagballsportler.
So trafen denn auch am Freitag, 27.09. die ersten
Tatendurstigen am ehemaligen Wasserwerk Schönkirchen
ein, um in Manfreds Anwesen das müde Haupt zu betten.
Damit das Haupt auch hinreichend müde war, wurde - wie
es sich in alter Schlagballturniertradition gehört -
das Tucholsky an der Bergstraße angesteuert und das
eine oder andere Stärkungsgetränk konsumiert. Einige
reagierten dabei ihre aufkommende Nervosität auf der
Tanzfläche ab, während andere ihre Stahlseilnerven
am Billiardtisch bewiesen. Kurz vor Sonnenaufgang lagen dann
auch alle in ihren mitgebrachten Federbetten, während
die wohlverdiente Nachtruhe nur selten von mehr oder weniger
motivierten Störern unterbrochen wurde. So trafen sich
am Samtagmorgen alle, um nach dem bekannt guten Frühstück
zum Nordmarksportfeld zu fahren. Hier trafen fast pünktlich
auch die Cloppenburger Schlagballer sowie einige Ergänzungsspieler
der anderen Teams ein.
Das erfahrene Organisationskommitee hatte bei einer Turnierbeteiligung
von fünf Teams einen Modus Jeder-gegen-Jeden bei einer
Spieldauer von jeweils 40 Minuten bei jeweils 20 Minuten Pause
zwischen den Spielen erdacht. Gegen elf Uhr ging es ans Werk.
Es wurde auf zwei Spielfeldern gespielt, wobei die jeweils
aussetzende Mannschaft zwei Schiedsgerichte zu stellen hatte.
Spiekeroog gegen Hamburg:
Stark ersatzgeschwächt starteten fünf Spiekerooger
gegen ebensowenig Hamburger. Nach und nach füllten sich
die Mannschaften dann aber auf und waren gegen Ende des Spiels
beinahe vollzählig. Schnell zogen die durch das Billiardspiel
am Vorabend noch mit brillianten Nerven ausgestatteten Spiekerooger
Routiniers mit einigen Punkten voraus und hielten anschließend
trotz namhafter Verstärkung diesen Vorsprung bis kurz
vor Schluß. Dann gewährte jedoch ein eklatanter
Fehlwurf einer altgedienten Spielers den Hamburgern einen
großen Lauf mit sieben Punkten, wodurch die mit dem
Schlußpfiff noch zum Unentschieden gleichziehen konnten.
Pikanterweise stellte sich im Anschluß an das Spiel
heraus, dass es sich bei besagtem Fehlwerfer um einen Maulwurf
der Bremer Brasilianer handelte (immerhin hatte er ja blind
wie ein Maulwurf geworfen (und sich beinahe eine Zahnlücke
wie Ronaldo eingehalndelt:-) !)!
Kiel gegen Cloppenburg:
Die Cloppenburger waren am Anfang recht stark. Die Mittelachse
war gut besetzt, aber die Absprache, wer genommen wird, klappte
nicht richtig. Es gab auch keinen Regisseur, dem die anderen
zuhörten. Dadurch gelang den Kielern gleich nach dem
ersten Wechsel ein Vorsprung von etwa 10 Punkten, den diese
dann das ganze Spiel gehalten haben. Das Spiel war dabei etwas
verkürzt, weil die Cloppenburger erst 15 Minuten nach
dem Starttermin spielfähig waren. Es wurde allerdings
auf die eigentlich vorgesehene Strafpunktregel verzichtet.
Bremen gegen Kiel:
Im anschließenden Spiel gegen Bremen wurde es schwieriger
für Kiel. Allerdings hatten sie das Glück, das die
Bremer Lauftaktik noch nicht richtig eingestellt war. So liefen
auch die langsamen Leute immer mit, und wurden von den Kieler
Keulen dann kurz vor dem Ziel bekommen. Somit gewannen sie
das Spiel relativ deutlich, weil es Bremen nicht gelang, Laufpunkte
zu machen. Auf Seite der Kieler hatte Georg einen sehr starken
Lauf, bei dem er sich lange hielt und dann sogar noch retten
konnte. Bei diesem Lauf kamen 7 Leute durch - eine Vorentscheidung.
Cloppenburg gegen Hamburg:
Auch bei ihrem zweiten Spiel zeigten die Cloppenburger ihr
Talent und hielten gegen den geübten Gegner Hamburg während
des ganzen Spiels den Rückstand sehr knapp. Bei diesem
Spiel zeigten sich die Cloppenburger Stärken vor allem
im Fangen. So erzielten sie in diesem Bereich zahlreiche Punkte
und konnten die Hamburger auch wiederholt abwerfen. Trotzdem
gelangen den Hanseaten einige Laufpunkte, was im Endeffekt
auch den Vorsprung ausmachte. So gewann die größere
Routine gegen die Spielfreude der teilweise noch ein wenig
mit den Regeln kämpfenden Cloppenburgern.
Spiekeroog gegen Cloppenburg:
Gegen die Gegner aus Cloppenburg war das Spiekerooger Team
in der Form des Tages. Die Tatsache, dass die Cloppenburger
trotzdem bei diesem Spiel mit 15 Fangpunkten einen neuen Rekord
aufstellen konnten, beweist zweierlei. Zum einen die ungeheure
Fangstärke der Cloppenburger, zum anderen das starke
Spiel der Spiekerooger, das dazu führte, dass die Cloppenburger
nur selten in den Schlag durften. Trotzdem entwickelte sich
ein faires und sehr sportliches Spiel, das einen klaren Sieger
und einen guten Verlierer erlebte.
Kiel gegen Cloppenburg:
Im nächsten Spiel mußten die Kieler mit umgekehrten
Vorzeichen leben. Die Hamburger zogen zu Anfang mit 10 Punkten
davon, die dann mühevoll Punkt für Punkt von den
Kielern aufgeholt werden konnte. Eine interessante Szene war
ein Treffer von Lotta. 6 Hamburger standen am Tick, unter
anderem Jan (Ciriack). Die Kieler Tickspielerin Lotta bekam
den Ball und alle anderen waren bereits in Sicherheit, so
dass jeder davon ausging, dass Lotta den Ball tot machen würde.
Jan ließ in dieser Vermutung das Tick los, und Lotta
warf ihn ab. 5 Minuten vor Spielende hatten die Kieler Keulen
den Ausgleich geschafft und waren im Schlag. Nun wollten sie
einen taktischen Wechsel erreichen, um im Feld noch einen
Fangpunkt oder einen Treffer zu machen, da ein Lauf an dieser
Stelle unwahrscheinlich war. Dabei gelang den Hamburgern aber
dann ein Fangpunkt, so dass die Taktik nicht mehr ging. Danach
mußten die Gastgeber dann laufen, und wurden erwartungsgemäß
getroffen. Das Spiel ging auf diese Weise an Hamburg.
Kiel gegen Spiekeroog:
Dieses Spiel war vielleicht von Spielniveau her das Beste.
Es hatte schlißlich Endspielcharakter, da der Sieger
das Turnier gewonnen hätte. Es stellte sich heraus, dass
Laufpunkte für beide Seiten schwierig waren. So war das
Spiel auch die genze Zeit über recht ausgeglichen. Allerdings
machten die Kieler wesentlich mehr Fänge, so dass wir
Punkt für Punkt weiter in Führung gingen. Am Ende
gelangen uns sogar noch ein paar Läufe, wodurch die Entscheidung
gefällt war.
Es fehlen noch Berichte zu drei Spielen, sie sollen noch
folgen (falls irgendjemand seine kreativen fünf Minuten
hat: schreibt einen Artikel und schickt ihn mir!!!)
Im Resumee blicken wohl alle Teilnehmer auf ein wunderbares
Wochenende zurück. Das Wetter war traumhaft, die Spiele
von großem Sportsgeist, Fairness und Spaß am Sport
geprägt. Im Anschluß an das Turnier wurde bei Manfred
gegrillt (an dieser Stelle ein herzlicher Dank für Wurst,
Brot und Salate!!!), von den unermüdlichen Sportlern
der Kicker heißgespielt und anschließend noch
das Kieler Nachtleben unsicher gemacht!
Das nächste Turnier in Kiel soll wieder zur Kieler Woche
am 21. Juni 2003 stattfinden!!!
Hier die einzelnen Spielergebnisse und die daraus resultierende
Schlußtabelle:
Kiel
Bremen
Spiekeroog
Hamburg
Cloppenburg
Kiel
-
32:23
27:14
25:33
19:13
Bremen
23:32
-
21:21
28:19
30:13
Spiekeroog
14:27
21:21
-
17:17
45:20
Hamburg
33:25
19:28
17:17
-
28:20
Cloppenburg
13:19
13:30
20:45
20:28
-
Gesamtergebnis:
Platz
Team
S/U/V
Punkte
Pktdifferenz
1
Kiel
3/0/1
103:83
+20
2
Bremen
2/1/1
102:85
+17
3
Hamburg
2/1/1
97:90
+7
4
Spiekeroog
1/2/1
97:85
+12
5
Cloppenburg
0/0/4
66:122
-56
P.S.: Dieser Artikel wurde von Bonki unter
Mithilfe von Manfred erstellt!