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Kieler Herbstturnier 28.09.2002

Am letzten Septemberwochenende des Jahres trafen sich zum wiederholten Male zahlreiche tapfere Sportler, um dem trüben Kieler Herbstwetter zu trotzen und dem Schlagballsport dahingehend nachzugehen, um festzustellen, wer es denn wohl am Besten könne. Zu diesem Zwecken waren fünf Teams angetreten: Brasilia Bremen, Cloppenburg, Hamburg, die Gastgeber der Kieler Keulen sowie die Vertreter der Spiekerooger Schlagballsportler.

So trafen denn auch am Freitag, 27.09. die ersten Tatendurstigen am ehemaligen Wasserwerk Schönkirchen ein, um in Manfreds Anwesen das müde Haupt zu betten. Damit das Haupt auch hinreichend müde war, wurde - wie es sich in alter Schlagballturniertradition gehört - das Tucholsky an der Bergstraße angesteuert und das eine oder andere Stärkungsgetränk konsumiert. Einige reagierten dabei ihre aufkommende Nervosität auf der Tanzfläche ab, während andere ihre Stahlseilnerven am Billiardtisch bewiesen. Kurz vor Sonnenaufgang lagen dann auch alle in ihren mitgebrachten Federbetten, während die wohlverdiente Nachtruhe nur selten von mehr oder weniger motivierten Störern unterbrochen wurde. So trafen sich am Samtagmorgen alle, um nach dem bekannt guten Frühstück zum Nordmarksportfeld zu fahren. Hier trafen fast pünktlich auch die Cloppenburger Schlagballer sowie einige Ergänzungsspieler der anderen Teams ein.

Das erfahrene Organisationskommitee hatte bei einer Turnierbeteiligung von fünf Teams einen Modus Jeder-gegen-Jeden bei einer Spieldauer von jeweils 40 Minuten bei jeweils 20 Minuten Pause zwischen den Spielen erdacht. Gegen elf Uhr ging es ans Werk. Es wurde auf zwei Spielfeldern gespielt, wobei die jeweils aussetzende Mannschaft zwei Schiedsgerichte zu stellen hatte.

Spiekeroog gegen Hamburg:
Stark ersatzgeschwächt starteten fünf Spiekerooger gegen ebensowenig Hamburger. Nach und nach füllten sich die Mannschaften dann aber auf und waren gegen Ende des Spiels beinahe vollzählig. Schnell zogen die durch das Billiardspiel am Vorabend noch mit brillianten Nerven ausgestatteten Spiekerooger Routiniers mit einigen Punkten voraus und hielten anschließend trotz namhafter Verstärkung diesen Vorsprung bis kurz vor Schluß. Dann gewährte jedoch ein eklatanter Fehlwurf einer altgedienten Spielers den Hamburgern einen großen Lauf mit sieben Punkten, wodurch die mit dem Schlußpfiff noch zum Unentschieden gleichziehen konnten. Pikanterweise stellte sich im Anschluß an das Spiel heraus, dass es sich bei besagtem Fehlwerfer um einen Maulwurf der Bremer Brasilianer handelte (immerhin hatte er ja blind wie ein Maulwurf geworfen (und sich beinahe eine Zahnlücke wie Ronaldo eingehalndelt:-) !)!

Kiel gegen Cloppenburg:
Die Cloppenburger waren am Anfang recht stark. Die Mittelachse war gut besetzt, aber die Absprache, wer genommen wird, klappte nicht richtig. Es gab auch keinen Regisseur, dem die anderen zuhörten. Dadurch gelang den Kielern gleich nach dem ersten Wechsel ein Vorsprung von etwa 10 Punkten, den diese dann das ganze Spiel gehalten haben. Das Spiel war dabei etwas verkürzt, weil die Cloppenburger erst 15 Minuten nach dem Starttermin spielfähig waren. Es wurde allerdings auf die eigentlich vorgesehene Strafpunktregel verzichtet.

Bremen gegen Kiel:
Im anschließenden Spiel gegen Bremen wurde es schwieriger für Kiel. Allerdings hatten sie das Glück, das die Bremer Lauftaktik noch nicht richtig eingestellt war. So liefen auch die langsamen Leute immer mit, und wurden von den Kieler Keulen dann kurz vor dem Ziel bekommen. Somit gewannen sie das Spiel relativ deutlich, weil es Bremen nicht gelang, Laufpunkte zu machen. Auf Seite der Kieler hatte Georg einen sehr starken Lauf, bei dem er sich lange hielt und dann sogar noch retten konnte. Bei diesem Lauf kamen 7 Leute durch - eine Vorentscheidung.

Cloppenburg gegen Hamburg:
Auch bei ihrem zweiten Spiel zeigten die Cloppenburger ihr Talent und hielten gegen den geübten Gegner Hamburg während des ganzen Spiels den Rückstand sehr knapp. Bei diesem Spiel zeigten sich die Cloppenburger Stärken vor allem im Fangen. So erzielten sie in diesem Bereich zahlreiche Punkte und konnten die Hamburger auch wiederholt abwerfen. Trotzdem gelangen den Hanseaten einige Laufpunkte, was im Endeffekt auch den Vorsprung ausmachte. So gewann die größere Routine gegen die Spielfreude der teilweise noch ein wenig mit den Regeln kämpfenden Cloppenburgern.

Spiekeroog gegen Cloppenburg:
Gegen die Gegner aus Cloppenburg war das Spiekerooger Team in der Form des Tages. Die Tatsache, dass die Cloppenburger trotzdem bei diesem Spiel mit 15 Fangpunkten einen neuen Rekord aufstellen konnten, beweist zweierlei. Zum einen die ungeheure Fangstärke der Cloppenburger, zum anderen das starke Spiel der Spiekerooger, das dazu führte, dass die Cloppenburger nur selten in den Schlag durften. Trotzdem entwickelte sich ein faires und sehr sportliches Spiel, das einen klaren Sieger und einen guten Verlierer erlebte.

Kiel gegen Cloppenburg:
Im nächsten Spiel mußten die Kieler mit umgekehrten Vorzeichen leben. Die Hamburger zogen zu Anfang mit 10 Punkten davon, die dann mühevoll Punkt für Punkt von den Kielern aufgeholt werden konnte. Eine interessante Szene war ein Treffer von Lotta. 6 Hamburger standen am Tick, unter anderem Jan (Ciriack). Die Kieler Tickspielerin Lotta bekam den Ball und alle anderen waren bereits in Sicherheit, so dass jeder davon ausging, dass Lotta den Ball tot machen würde. Jan ließ in dieser Vermutung das Tick los, und Lotta warf ihn ab. 5 Minuten vor Spielende hatten die Kieler Keulen den Ausgleich geschafft und waren im Schlag. Nun wollten sie einen taktischen Wechsel erreichen, um im Feld noch einen Fangpunkt oder einen Treffer zu machen, da ein Lauf an dieser Stelle unwahrscheinlich war. Dabei gelang den Hamburgern aber dann ein Fangpunkt, so dass die Taktik nicht mehr ging. Danach mußten die Gastgeber dann laufen, und wurden erwartungsgemäß getroffen. Das Spiel ging auf diese Weise an Hamburg.

Kiel gegen Spiekeroog:
Dieses Spiel war vielleicht von Spielniveau her das Beste. Es hatte schlißlich Endspielcharakter, da der Sieger das Turnier gewonnen hätte. Es stellte sich heraus, dass Laufpunkte für beide Seiten schwierig waren. So war das Spiel auch die genze Zeit über recht ausgeglichen. Allerdings machten die Kieler wesentlich mehr Fänge, so dass wir Punkt für Punkt weiter in Führung gingen. Am Ende gelangen uns sogar noch ein paar Läufe, wodurch die Entscheidung gefällt war.

Es fehlen noch Berichte zu drei Spielen, sie sollen noch folgen (falls irgendjemand seine kreativen fünf Minuten hat: schreibt einen Artikel und schickt ihn mir!!!)

Im Resumee blicken wohl alle Teilnehmer auf ein wunderbares Wochenende zurück. Das Wetter war traumhaft, die Spiele von großem Sportsgeist, Fairness und Spaß am Sport geprägt. Im Anschluß an das Turnier wurde bei Manfred gegrillt (an dieser Stelle ein herzlicher Dank für Wurst, Brot und Salate!!!), von den unermüdlichen Sportlern der Kicker heißgespielt und anschließend noch das Kieler Nachtleben unsicher gemacht!

Das nächste Turnier in Kiel soll wieder zur Kieler Woche am 21. Juni 2003 stattfinden!!!

Hier die einzelnen Spielergebnisse und die daraus resultierende Schlußtabelle:

 
Kiel
Bremen
Spiekeroog
Hamburg
Cloppenburg
Kiel
-
32:23
27:14
25:33
19:13
Bremen
23:32
-
21:21
28:19
30:13
Spiekeroog
14:27
21:21
-
17:17
45:20
Hamburg
33:25
19:28
17:17
-
28:20
Cloppenburg
13:19
13:30
20:45
20:28
-

Gesamtergebnis:
Platz
Team
S/U/V
Punkte
Pktdifferenz
1
Kiel
3/0/1
103:83
+20
2
Bremen
2/1/1
102:85
+17
3
Hamburg
2/1/1
97:90
+7
4
Spiekeroog
1/2/1
97:85
+12
5
Cloppenburg
0/0/4
66:122
-56

P.S.: Dieser Artikel wurde von Bonki unter Mithilfe von Manfred erstellt!